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Ein Mensch, der das Evangelium des Wassers und des Geistes in seinem Herzen annimmt, kommt dazu, den Römerbrief völlig anders zu lesen. In dem Augenblick, in dem man diesen Brief aufschlägt, während man am Evangelium festhält, dass Jesus die Sünden der Welt auf sich übertragen ließ, indem er von Johannes die Taufe empfing, das Gericht jener Sünden am Kreuz vollständig empfing und auferstand, beginnt endlich sichtbar zu werden, weshalb Paulus sich selbst als einen »Schuldner am Evangelium« vorstellte und so kühn erklärte: »Ich schäme mich des Evangeliums nicht.«
Der Apostel Paulus verkündigt, nachdem er der Reihe nach die Sünden der Nationen und die Heuchelei der religiösen Menschen offenbart hat, die Gerechtigkeit Gottes, die ohne das Gesetz offenbart worden ist. Jene Gerechtigkeit ist keine Gerechtigkeit, die durch menschliche moralische Anstrengung aufgebaut ist, sondern die Gerechtigkeit, die durch die Taufe, die Jesus von Johannes empfing, das Blut des Kreuzes und die Auferstehung vollendet wurde. Die Gerechtigkeit, die Abraham empfing, als er unbeschnitten war, ist der Beweis dafür, und der »Segen des Nicht-Zurechnens der Sünde«, den David besang, ist das Ergebnis davon.
Ein Mensch, der dieses Evangelium glaubt, weiß, dass er einer ist, der bereits gerechtfertigt worden ist. Nur auf jener Überzeugung wohnt der Friede mit Gott, und der Weg öffnet sich, auf dem selbst die Trübsal zu Ausharren, Erfahrung und Hoffnung führt. Dieses Geheimnis — dass ein Leben, das durch einen Menschen, Adam, unter die Herrschaft des Todes über die Sünde gestellt war, durch einen Menschen, Jesus Christus, die Wegnahme der Sünden empfangen hat und unter die Herrschaft der Gerechtigkeit versetzt worden ist — nimmt seinen Platz in uns ein.
Die Errettung ist bereits auf einmal vollendet worden. Nun ist das, was übrig bleibt, die Sache, jenes Evangelium mit dem Herzen zu empfangen und als ein gerechter Mensch zu leben.

Deutsch 70
Die Apostelgeschichte, betrachtet aus der Perspektive des Evangeliums von Wasser und Geist
Deutsch 71
Der 1. Korintherbrief, betrachtet aus der Perspektive des Evangeliums von Wasser und GeistSAMPLE PREVIEW